03.05.2026

Berivan Aymaz (Grüne), Sarah Brasack (Chefredaktion Kölner Stadtanzeiger), Markus Greitemann (CDU), Torsten Burmester (SPD), Dörte Gaterman (Vorstandsvorsitzende hdak), Gerald Selch (Chefredaktion Kölner Stadtanzeiger)

Am 10. Mai 2025 feierte das hdak – Haus der Architektur Köln sein 20-jähriges Bestehen – bei strahlendem Sonnenschein und mit einem vielseitigen Programm, das sich über den ganzen Tag erstreckte. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um nicht nur das Jubiläum zu feiern, sondern auch aktuelle Fragen zur Zukunft des öffentlichen Raums in Köln zu diskutieren, u.a. mit den Oberbürgermeister-Kandidaten, die ebenfalls vor Ort waren.

Auch die bis Herbst 2025 amtierende Oberbürgermeisterin Henriette Reker würdigte in einer Rede das große 20-jährige Engagement des hdak für die Baukultur in Köln. Gleichzeitig setzte sie ein Zeichen für die Zukunft: Mit der symbolischen Übergabe der ersten Stühle gab sie den Startschuss für das Projekt „1000 Stühle 1000 Bäume“, das sie als Schirmherrin gern unterstütze. Reker wörtlich: „Dieses wunderbare Projekt will das Stadtklima verbessern – und zwar in jeder Hinsicht. Es tritt an für bessere Luft und mehr Schatten auf unseren Plätzen und für mehr Austausch und Zusammenhalt für unsere demokratische Stadtgesellschaft.‘

Den Auftakt bildeten 100 rote Stühle auf dem Neumarkt. Sie machten unmittelbar erlebbar, welches Potenzial in diesem zentralen Ort steckt: Für einige Stunden verwandelte sich der Platz in eine lebendige, fast schon mediterrane Piazza – ein starkes Bild für die Möglichkeiten einer gemeinschaftlichen Nutzung des öffentlichen Raums.

Architektur und Stadtgesellschaft

Im weiteren Verlauf des Tages wurde der Josef-Haubrich-Hof zum Zentrum des Geschehens, der sein ganzes Potenzial zeigte: So stand der neu gestaltete, helle Kubus auf einem gepflegten Platz, umgeben von Hecken und Bäumen – und zog ein großes, interessiertes Publikum an, das sich aktiv an der Veranstaltung beteiligte.

Denn genau dort vor dem hdak Kubus fand eine durch Dörte Gatermann, Vorsitzende des hdak, eingeführte Diskussion der Oberbürgermeister-Kandidaten Berivan Aymaz (Grüne), Torsten Burmester (SPD) und Markus Greitemann (CDU) statt. Sie machten deutlich, wie dringlich abgestimmte Maßnahmen sind, um Kölns öffentliche Räume nachhaltig zu verbessern und diese wieder stärker der gesamten Stadtgesellschaft zugänglich zu machen.

Moderiert wurde die Diskussion von Gerald Selch und Sarah Brasack, Chefredaktion des Kölner Stadt-Anzeigers.

Kultur und neue Perspektiven

Auch künstlerische Beiträge prägten das Fest: Die Zirkusgruppe fragil und Kollektiv begeisterte mit einer eigens entwickelten Stuhlperformance, während der Saxophonist Joachim Lenhardt den Kubus in einem akustischen Experiment neu erfahrbar machte. Die Foto-Ausstellung „20 Kölner – 20 Orte“ eröffnete zudem Perspektiven auf bekannte und weniger bekannte Plätze der Stadt und stieß auf großes Interesse.

Ein besonderes Anliegen des hdak wurde an diesem Tag ebenfalls sichtbar: Der frisch sanierte Kubus soll als KulturKubus künftig kostenfrei allen Akteurinnen und Akteuren zur Verfügung stehen, die sich für Kultur engagieren – als Impulsgeber für eine neue Belebung des Josef-Haubrich-Hofs. Den stimmungsvollen Abschluss des Festes gestaltete die Sängerin Cage Crae und machte das Potenzial dieses Ortes eindrucksvoll erlebbar.

Das hdak freut sich über den großen Zuspruch zum Jubiläum und zu seinen Projekten, die im Zeichen der Aufwertung des öffentlichen Raums stehen. Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten und Unterstützenden, die dieses Fest möglich gemacht haben.